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Gimp 2.8 Anleitung
Die neue Version der Bildbearbeitung GIMP lässt schon seit einer ganzen Zeit auf sich warten, doch allzu lange sollte es nicht mehr dauern, bis GIMP 2.8 endlich erscheint. Wer sich schon jetzt einen Überblick über die neuen Features verschaffen möchte, kann dies in der Entwicklerversion 2.7 tun — auch wenn mit dem Programm bereits gearbeitet werden kann, sollte man dabei allerdings bedenken, dass diese Version noch nicht ganz vollständig ist.
Die neue Programmoberfläche
Die auffälligste Änderung in der neuen GIMP-Version ist der lange erwartete Einzelfenster-Modus, der die Arbeit mit dem Programm besonders auf Windows-Systemen übersichtlicher macht. Über den Menüpunkt „Fenster“ kann zwischen dem Einzelfenster- und dem herkömmlichen Modus hin und her geschaltet werden. Unabhängig vom gewählten Modus hat sich Verwaltung von Werkzeugfenstern in der neuen Version verbessert, und die Werkzeuge in der (bisher immer recht vollgestopften und damit unübersichtlichen) Toolbox lassen sich jetzt neu anordnen. Auf Wunsch kann man Werkzeuge, die man nicht benötigt, auch ganz ausblenden.
Offene Dateien zeigt GIMP jetzt in Reitern mit kleinen Vorschauen an. Außerdem wurde der „Speichern“-Dialog überarbeitet: Das Programm speichert nur noch im XCF-Format, alle anderen Formate müssen exportiert werden. Bei längeren Berechnungen gibt GIMP jetzt Rückmeldung über den Fortschritt.
Eine weitere Änderung, die sich viele Benutzer gewünscht haben: Bei der Arbeit mit Ebenen hat man nun endlich die Möglichkeit, diese zu gruppieren. Die Gruppen lassen sich auch zu einzelnen Ebenen zusammenfassen, und zusätzlich zu den transparenten Bereichen können auch ganze Ebenen gesperrt werden.
Verbesserte und neue Werkzeuge
Auch bei den Werkzeugen gab es eine Verbesserung, auf die man lange gewartet hat: Mit dem Textwerkzeug kann man jetzt endlich direkt im Bildfenster arbeiten. Text kann jetzt also eingegeben und Texteigenschaften können geändert werden, ohne dass dafür zusätzliche Fenster geöffnet werden müssen.
Das neu hinzugekommene Werkzeug „Cage Transform“ ermöglicht es, einzelne Bildausschnitte zu transformieren. Außer den Ebenen können nun auch Werkzeugspitzen in Gruppen zusammengefasst werden; außerdem lassen sie sich rotieren. Die Dynamiken der verschiedenen Malwerkzeuge wurden überarbeitet und bieten mehr Einstellungsmöglichkeiten, und die neuen „Slider Widgets“ machen es einfacher, Werkzeugeinstellungen anzupassen.
Webdesigner können Farbpaletten unter anderem nach CSS oder PHP exportieren. Außerdem haben sie die Möglichkeit, Screenshots von Webseiten direkt von GIMP aus zu erstellen, ohne dafür einen Browser öffnen zu müssen.
Darüber hinaus gibt es noch weitere neue Features, die weniger ins Auge springen. Einige weisen bereits auf GIMP 3.0 und die folgenden Versionen hin: So wurde zum Beispiel GEGL vollständig integriert, und die Lizenz wurde auf die Lesser GPL v3 geändert.
Gimp Anleitung gesucht?
Wer eine GIMP Anleitung benötigt, kann diese zum Beispiel von der offiziellen Seite www.gimp.org herunterladen: Nach der Installation kann sie dann über das „Hilfe“-Menü aufgerufen werden.